„Münsteraner Experten“ zum Thema Heilpraktiker

M.BaarAllgemein2 Comments

Beitragbild Süddeutsche Zeitung 24.08.2017
image_pdfals pdf speichernimage_printausdrucken

Bei Facebook am 24. August um 21:30:

Süddeutsche Zeitung – Ist Heilpraktiker ein unzulässiger Beruf?
„Das Heilpraktikerwesen gehört radikal reformiert oder abgeschafft: Das fordern 17 Wissenschaftler um Bettina Schöne-Seifert. „Es gibt eine gesellschaftliche Verantwortung, Patienten vor falschen Versprechungen zu schützen“, sagt die Medizinethikerin. Jetzt das ganze Gespräch lesen, mit SZ Plus.“

Beitragbild Süddeutsche Zeitung 24.08.2017

Beitragbild Süddeutsche Zeitung 24.08.2017

Dazu hinterließ ich einen Beitrag, siehe unten.
Mein abschließendes Statemant dazu:

Ich möchte zum Beitrag, meinem Post und den Antworten durch die Community Folgendes sagen:

Wir sollten zunächst sauber zwischen den Diskussionsthemen unterscheiden. Leider wird bei Vielen aufgrund ihrer großen emotionalen Ladung das Eingangsthema nicht diskutiert, sondern statt dessen unsachlich rumgerotzt und getrollt.

Der Beitrag der SZ beschäftigt sich mit dem Münsteraner „Expertenteam“ und seinen Aussagen zum Heilpraktiker. Dazu habe ich in meinem Post eine Frage aufgeworfen. In manchen Antworten darauf geht es jedoch ausschließlich um unsachliches Pöbeln („Quacksalber, Scharlatan, Betrüger, asozial…“). Damit kann ich nichts anfangen und darauf gehe ich auch nicht ein. Diese Äußerungen geben Auskunft über den Absender, nicht über mich.

Zum Thema der Abschaffung des Heilpkraktikerberufes fragte ich, wem sie wohl nützte. Dazu möchte ich anmerken, dass die Kritik am Heilpraktiker aus Kreisen kommt, die dem GesundheitsSYSTEM in Deutschland angehören (oder Menschen mit einer vorgefassten ablehnenden Haltung ohne eigene Erfahrungen mit Heilpraktikern). Dieses SYSTEM subsumiert auch die gesetzliche Krankenversicherung. Dabei geht es um budgetiertes Geld. Alle Anbieter von Leistungen, die diesem SYSTEM nicht angehören, werden abgelehnt mit dem Pseudo-Argument der Unwissenschaftlichkeit. Man fürchtet die Aufnahme immer weiterer Leistungen ins SYSTEM mit der Folge, dass der beschränkte Geldtopf auf mehr Leistungen verteilt würde und somit die einzelne Leistung weniger wert. Also nützte die Abschaffung ausschließlich den etablierten, im System „zugelassenen“ Anbietern.

Zum Thema fachliche Qualifikation von Heilpraktikern: Hier sehe auch ich Reformationsbedarf in der Zulassungspraxis, wenn man vom Rechts-, Werte- und Versorgungssystem in unserem Land ausgeht. Aus diesem Nachholbedarf einen Abschaffungszwang abzuleiten, sehe ich als Forderung einer Lobby des o.g. Systems. Nur im Kontext unserer Wertevorstellungen macht diese Diskussion überhaupt Sinn, denn in anderen Kulturkreisen gibt es ausschließlich „Heilpraktiker“, also Heiler und Behandler ohne ein wissenschaftliches Studium nach unserem westlichen Verständnis. Sollte man die ebenso gleich mit verbieten?
Es geht also um eine Grundsatzdiskussion darüber, wie man in unserem Land als „Leistungsanbieter“ körperliche, geistige oder seelische Leiden eines Patienten qualitativ hochwertig behandelt. Die Schwierigkeit besteht in der Bewertung hinsichtlich unserer Normen. Ist es also möglich, Nicht-Wissenschaftler an leidenden Menschen oder solchen, die vorbeugen wollen, „arbeiten“ zu lassen? Welche Bedingungen dafür wollen wir als Gesellschaft definieren? Es gibt offensichtlich einen sehr großen Bedarf, den wir weder abwerten noch ignorieren sollten. Die Diskussion darüber sollte lebendig gehalten sowie von Toleranz und Wertschätzung getragen werden.

Zum Thema Wirksamkeit – von welcher Therapie auch immer: Es wird stets auf die evidenzbasierte Medizin mit Wirksamkeitsnachweisen durch Studien abgestellt und die Unwissenschaftlichkeit vieler Angebote außerhalb des o.g. Systems. Dabei ist zu bedenken, wie es in der Praxis von Studiendurchführungen und -veröffentlichungen läuft. An alle Studiengläubige: Lest doch mal den überaus interessanten Artikel im wissenschaftlich (!) renommierten Fachblatt „The Lancet“: http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(13)62227-8/abstract.
Bei toten, mechnischen Systemen ist das Messen von Ursache und Wirkung sehr einfach, bei lebenden aber eben nicht, denn es steht hier ein ganzer Organismus mit einer Persönlichkeit und unzähligen Subsystemen in einem komplexen Kontext im Fokus, der sich auch noch selbst organisiert (wissenschaftlicher Terminus: Autopoiese, http://lexikon.stangl.eu/2312/autopoiese/) und in reger Wechselwirkung steht. Etwas isoliert als „Ursache“ eines Phänomens zu erklären, wird einem lebenden System nicht gerecht, denn es ist nun mal kein mechanisches. Ein umfassender, „ganzheitlicher“ Betrachtungsansatz zeichnet viele genau jener aus, die nicht dem Gesundheitssystem angehören bzw. solche Angehörigen, die sich auch „alternativen“ Betrachtungsweisen öffnen.

Zum Thema Wissenschaftlichkeit und Studien zur Wirksamkeit, Beispiel Psychotherapie: Eine Google-Anfrage mit den Stichworten „Studienlage Wirksamkeit Psychotherapie“ liefert 33.700 Treffer. Es gibt Studien pro und contra Wirksamkeit von Psychotherapie. Trotzdem sind sogar drei „Richtlinienverfahren“ im System zugelassen. Fragt mal praktizierende Psychotherapeuten, inwieweit diese sich genau an die Vorgaben halten, oder ob auch sie Mischformen oder nicht-zugelassene Konzepte einfließen lassen. Vielleicht – ich rate mal – 50 bis 100 weitere Verfahren sind jedenfalls nicht zugelassen, ständig kommen neue hinzu. Es fällt nicht leicht zu beurteilen, ob es sich dabei genauso um Pseudo-Innovationen mit nur neuem Namen handelt, wie in der Pharmabranche üblich. Ist aber auch egal, denn woran sollte man etwas Unmessbares messen? Wer sich ein wenig mit der Medizinhistorie beschäftigt, kennt vielleicht die Stellung der Orakel im alten Griechenland: das war Psychotherapie! Glaubt denn wirklich jemand ernsthaft, dass „die damals alle doof waren“ und nur noch „nicht so schlau wie wir“ heute? Man kann nicht ganze Weltreiche mit Unwissenheit aufbauen. Wer maßt sich an, unwissenschaftlichen Umgang mit der Welt durch welche Technik auch immer bei Aristoteles, Paracelsus, Goethe und unzähligen anderen deren „Unwissen“ anzulasten? Man hatte VIEL mehr Zeit als heute mit VIEL weniger Ablenkung als heute, um sich mit sich und seiner Stellung in der Welt auseinanderzusetzen, zu philosophieren und zu reflektieren.
Menschen, die pauschal alles Unwissenschaftliche mitleidig und herablassend belächeln, erheben sich unangemessen über andere.
Unwissenschaftliche Techniken KÖNNEN gar nicht in ein wissenschaftliches Weltbild gepresst werden. Das ist auch gar nicht deren Anspruch. Es wäre wie der Versuch, aus zwei einander bedingenden Polen einen Pol durch den anderen zu ersetzen, weil einem der eine nicht gefällt und man ihm vorwirft, dass er nicht der andere ist. Beim Ying-Yang-Symbol würde man z. B. den schwarzen Pol weiß zu rubbeln. Doch dann hat das komplette Symbol seinen Sinn verloren, lebt es doch von der Ergänzung. Nicht-Wissenschaft ist die Ergänzung zur Wissenschaft. Ihr diese Rolle vorzuwerfen ist unsinnig.
An dieser Stelle setzt meine Kritik an den „Wissenschafts-Gläubigen“ (sic!) an: Ich finde es schade, wenn man sich so der zweiten Hälfte der Wirklichkeit verweigert und um 50% der Erfahrungen bringt. Ich will weder missionieren noch agitieren. Nur anbieten und für Toleranz werben.
Das verstehen leider auch viele Pseudo-Alternative nicht und auch Pseudo-Spirituelle und Pseudo-Esoteriker gibt es zu Hauf. Die Kritik an diesen gehe ich voll mit, weil diese ihr eigenes Weltbild und ihre eigenen Techniken nicht verstehen und diese in einem stimmigen Kontext – und Achtung: jetzt kommt’s – unter Berücksichtigung der Wissenschaft anwenden. An dieser Stelle gebe ich allen Kritikern Recht. Doch geht es darum leider nie, sondern man verwickelt sich unwissender Weise in wenig hilfreichen Schlammschlachten.

Zum Thema Rechtfertigung: Leider schießen sich einige Heilpraktiker selbst ins Knie, wenn sie immer wieder davon berichten, wie sie Diesem oder Jenem durch Therapie X geholfen hätten, nachdem die Schulmedizin versagt habe. Umgekehrt gibt es ebenso Beispiele. Das ist nicht hilfreich in der Diskussion, denn es folgt dem kindlichen Muster: „Ich habe Recht – nein, ich habe Recht – nein ich…“. Was soll das? Es führt zu nichts.

Zum Thema urteilen: Es möge doch bitte jeder selber recherchieren und sich ein Bild sowie eigene Erfahrungen machen (janz wichtich! 😉). Warum sollte ich mir persönlich Fremden, die mir etwas an den Kopf werfen, etwas „beweisen“ und „nachweisen“, dass ich kompetent binjQuery112403457005867740468_1504030465628? Wer Interesse an mir und meiner Arbeit hat, soll sich an mich persönlich wenden. Genau DAS ist ja mein Angebot, genau DAS wünschte ich mir: Dass sich jemand bewusst mit sich und seinen inneren Strebungen auseinandersetzt. Auf diesem Weg der Erkenntnis begleite ich ihn gern. Ich bescheide mir dabei eine angemessene Portion Demut vor den Menschen, ihrem Schicksal und ihren Lebenswegen, ohne dass ich mir Wertungen anmaße. Ich werde aber kaum jemandem etwas beweisen, der sich „aufgeklärter Kritiker“ nennt, sich jedoch noch nie kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt und persönliche Erfahrungen gemacht hat und somit tatsächlich aufgeklärt ist. Da hilft es auch nicht, sich auf „die Wissenschaft“ zu berufen und deren Postulate nachzuplappern.

Danke an alle, die diesem langen Post bis hierher gefolgt sind!

Ich wünsche allen noch einen guten Tag.

Vorangegangener Kommentarverlauf zu meinem Eintrag:
Michael Baar Auch hier stellt sich die Frage: cui bono?
Wem zum Vorteil gereichte die Abschaffung des Heilpraktikerberufes?
Und: Wer fordert sie?
Genau hinschauen lohnt sich. Es lohnt sich auch, zunächst selber Erfahrungen zu machen und danach erst zu urteilen.

Philipp Kosche Zu wessen Vorteil?
Dem Patienten zum Vorteil.
Wer fordert die Abschaffung? Echte Wissenschaftler.

Michael Tocks Es hilft den Kranken, die nicht mehr auf diese Scharlatane hereinfallen

Michael Baar Michael Tocks, sagt wer?

Michael Baar Philipp Kosche,
„Dem Patienten zum Vorteil.“ Sagen das die Patienten?
„Echte Wissenschaftler.“ Nee. Menschen mit Angst vor dem Verlust ihres rigiden Weltbildes. Also keine Wissenschaftler.

Anja Iloinen Der logische und humane Verstand? Wollen wir jetzt 2 Monatig- ausgebildete Realschüler als Lehrer loslassen? Wäre doch die gleiche Logik!

Michael Baar Anja Iloinen, ich verstehe den Zusammenhang nicht.

Henner Raetzel Philipp Kosche Und Wissenschaftler haben immer Recht? Dass ich nicht lache!

Ruben Tanzt Michael Baar das ist wahrscheinlich das Problem.

Michael Baar Ruben Tanzt, was meinst Du?

Stefan Gerdes Ist ja hübsch viel Schwarz-Weiß-Malerei hier. – Die Schergen des Hippokrates sollten vielleicht erst einmal ihren eigenen Eid zu verstehen versuchen und von sich selber auch ein wissenschaftliches Verständnis fordern von den geistigen Ursachen von Krankheit. – Meineidigkeit und Eigennutz stehen im Zweifel hier wie dort sehr weit oben in der Motivationsliste.

Philipp Zeitler Philipp Kosche 🤣 🤣 🤣 🤣 🤣

Nike Kuenzel Michael Baar, dass Sie bei Anja Iloinens Beitrag den Zusammenhang nicht verstehen, täuschen Sie doch ebenso vor wie den Glauben an irgendwelche Traubenzuckerkügelchen, die von menstruierenden Jungfrauen bei Vollmond an bis zum Erbrechen verdünnten Pseudowirkstoffen vorbei geführt wurden.
Der Vergleich hinkt nämlich mitnichten, wenn man bedenkt, dass jeder Mensch, der seinen Namen fehlerfrei schreiben kann und das kleine Einmaleins halbwegs sicher beherrscht, die „Ausbildung“ zum Heilpraktiker absolvieren und anschließend verzweifelten Leuten das Geld aus der Tasche ziehen darf.

Michael Baar Nike Kuenzel, was wollen Sie mit den Vorwürfen verdeutlichen? Kennen Sie mich, meine Ausbildung und meine Arbeit? Sprechen Sie aus eigener Erfahrung? Auch bei Ihnen verstehe ich die Intention Ihrer Ausführungen nicht. Es sei denn, ich maße mir an zu interpretieren. Und da fällt mir nur das Wort „pöbeln“ ein.

Magnus Müller Michael Baar Allein die Scharlatanerie und die Esoterik die Sie anbieten zeigt doch wie kaputt dieses Heilpraktikersystem ist. Geht es Leuten besser wenn Sie ihnen erzählen das sie früher Ludwig XIV, Napoléon oder Djingis Khan waren?

Dominik Rodgers „Reinkarnationstherapie“ Nee, is‘ klar. 🤔

Michael Baar Magnus Müller, wie kommen Sie darauf, dass ich „Leuten“ so etwas „erzähle“? Was ist an Esoterik „kaputt“? Und an welcher Stelle biete ich Scharlatanerie an?

Michael Baar Dominik Rodgers, Sie scheinen sehr gut informiert zu sein im Bereich Psychotherapie. Und meine Auffassung darüber haben Sie sicher auch gelesen.

Florian Schulz Herr Baar, auf ihrer Webseite erklären Sie, dass Ihr 3-stündiges 500-Euro-Zusammenkommen auf „aktuellen Erkenntnissen aus der Forschung“ basiert. Könnten Sie mir bitte die Studien/Metastudien nennen, auf denen Ihre Ansätze beruhen? Ich möchte einfach wissen, ob Sie denn im Bereich Psychotherapie gut informiert sind. Nutzen Sie die Chance, hier etwas Legitmität zurückzugewinnen!

Armin Rössler Philipp Kosche nein ! Eine übermächtige Pharmaindustrie die unsere. Ärzte schon lange steuert und die med Grenzwerte für Krankheiten definiert um dann gleich mit dem passenden Präparat um die Ecke zu kommen , die fordert sowas. Das hat mit dem Patientenwohl schon lange nichts mehr zu tun.

Johanna Bayer „Die Schergen des Hippokrates“. Das ist echt krass. Reichsbürger lassen grüßen Peter Teuschel

Jaro Black Im Zweifel profitieren natürlich die Patienten, wenn Struktur in die Heilberufe kommt. Augenblicklich variiert die Qualität der Ausbildung massiv. Wer die Prüfung zum HP besteht, kann vorher gott weiß was gelernt haben, wenn überhaupt.
Beim praktizieren ist dann alles Fair Game. Egal ob Chiropraktik, Engelsheilung, lympfdrainagen, Homöopathie, akupunktur, physiotherapie, kristalle auflegen etc. Pp. Wie soll da ein Mensch in Not differnzieren können, was für ein verfahren wie wissenschaftlich abgesichert ist jnd im zweifel wichtige hilfreiche Hilfe unterlassen wird, weil ein staatlich anerkannter Heilpraktiker glaubt, Krebs durch Zuckerreduktion „aushungern“ zu können.

Janis Seidenzopf Ich als Patient fordere die Abschaffung, da das zu meinem Vorteil gereicht…

Michael Baar Kurzer Einwurf, bevor ich am Wochenende ausführlicher auf einige Beiträge eingehen werde:
Man prüfe doch einmal, ob nicht auch folgende Bereiche des Lebens verboten bzw. abgeschafft gehören, weil sie „unwissenschaftlich“ sind: Märchen, Mythen, Religionen oder künstlerische Kreativität…
Ich habe übrigens überhaupt nichts gegen eine Reformierung der Zulassungspraxis für Heilpraktiker.

Michael Baar Florian Schulz, sehr gern. Bitte lassen Sie mir noch das Wochenende Zeit zum Antworten.

Florian Schulz Michael Baar Märchen, Mythen, Religionen und künstlerische Kreativität erheben (1) nicht den Anspruch, eine medizinische Wirkung auf den Körper zu erzielen, berufen sich (2) auch nicht in ihrer Selbstdarstellung auf vermeintliche Fakten (Bsp. Cherry Picking, eine geläufige Praxis in der „Alternativmedizin“) und gefährden (3) nicht direkt oder indirekt das körperliche Heil der Menschen (eine Ausnahme ist Religion, die ich unter anderem aus jenem Grund strikt ablehne).

Maximus Meier Michael Baar Vielleicht kannst du ja diverse Engel channeln oder irgendwie Pendeln oder so, um die Abschaffung deines Berufsstandes zu verhindern? Ernsthaft: Ich hoffe, dass man Betrügern und Scharlatanen wie dir das Handwerk legt.

Chandler Menkovic Jaro Black Leute hört, das hier ist der einzig sinnvolle Kommentar hier. Grats

Arndt Wolfgang Es nützt den Patienten, die nicht mehr von gescheiterten Versicherungsvertretern behandelt werden, sondern zu jemandem gehen der sich damit auskennt.

Arndt Wolfgang Henner Raetzel, Wissenschaftler haben nicht immer recht, abrr weil sie wissen, von was sie reden, haben sie deutlich häufiger recht, als jemand, der die Diagnosen nur würfelt.

Arndt Wolfgang Stefan Gerdes, das ist Unsinn. Sie verbreiten hier nur Ihre Vorurteile und geben Ihrem Neid Raum.

Elvira Walter-rosner Janis Seidenzopf, wo haben sie denn Nachteile durch die Heilpraktiker?

Elsa Wormeck Wer schützt uns eigentlich vor den studierten Medizinern, die ihr Unwesen als Arzt treiben und von einer Fehldiagnose in die andere stolpern? Ganz zu schweigen von sonstigen Verfehlungen, wie zum Beispiel mangelnder Empathie für Patienten? Scharlatane und Menschen die Ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, gibt es meiner Ansicht nach in jeder Berufsgruppe.

Robert Gottwald Es ist immer wieder die Frage nach dem Erkenntnisinteresse, die sich stellt. Bin ich ,auch als Journalist daran interessiert,Heilpraktik ausübende Menschen zu hinterfragen,was legitim ist ,ohne den Gegenspieler die Schulmedizin im Auge zu haben und zu hinterfragen,ist das einseitige Meinungsmache. Ich könnte auch ein Interesse haben , die Verfehlungen der Schulmedizin zum Thema zu haben.Wie auch immer ,auf beiden Seiten der Ansätze, Menschen zu heilen,gibt es Menschen , die ihre Grenzen kennen und die andere Seite als komplementär betrachten.Das wäre ja ein Weg, wenn es um den Menschen gingen und nicht um jeweilige Interessen-

Tobias Dietrich Robert Gottwald wenn es um die Menschen ginge müsste man den Beruf des Quacksalbers aka Heilpraktikers einstampfen, da er KEINERLEI Vorteil für den Patienten hat. Im besten Fall ist der HP ahnungsloser versager, im schlechtesten asozialer Betrüger.
Leute wie Herr Baar gehören zu letzterer Sorte.

Tobias Dietrich Und die Mängel der Medizin (es gibt keine „Schul“Medizin) bedeuten nicht dass die Unheilpraktikanten da ne Alternative zu sind. Die Probleme gehören angegangen und gelöst. Und eins der Probleme sind Quacksalber wie Herr Baar, die naiven Leuten 500 abzocken für angebliche „Reinkarnationstherapien“ wo sie sich dann irgendeinen gequirlten Scheiss ausdenken….

2 Comments on “„Münsteraner Experten“ zum Thema Heilpraktiker”

    1. Meine Antwort:

      „Guten Tag Herr Pietsch,

      kennen wir uns? Ich denke nicht, denn sonst hätten Sie bestimmt MIT mir statt über mich geredet.

      Ich habe ein paar rhetorische Fragen:

      Sind Sie sich sicher, dass Sie im Sinne „aufklärerischer, humanistischer und freigeistiger Positionen zu aktuellen Ereignissen“ Stellung beziehen?

      Wo bleibt die journalistische Sorgfalt, wenn Sie mich als „Heiler“ bezeichnen, der ich nicht bin und das auch nirgends kommuniziere? Oder wenn Sie mir Zitate unterschieben, die ich nicht tätigte?

      Warum sollte ich „vergessen“ zu erwähnen, welche Leistungen ich anbiete, wenn das in einem Kommentar bei der SZ überhaupt nicht das Thema ist?

      Warum werden Sie Ihrem eigenen Anspruch, „konstruktiv zu debattieren“, nicht gerecht, sondern polemisieren tendenziös einseitig?

      Wie kommt es, dass Sie unterstellen, dass Heilpraktiker „fleißig suggerieren, dass die „Schulmedizin“ nicht vertrauenswürdig sei“? Halten Sie Pauschalisierungen für ein würdiges Mittel?

      Warum schreiben Sie über ein Thema, wenn Sie in Ihrer Argumentation stets die Diskussionsebenen vermischen. Ihnen geht es doch gar nicht um die Diskussion, die vom „Münsteraner Expertenkreis“ ausgelöst wurde. Sie stellen bestimmte Methoden in Frage. Sie prangern – zu Recht – die wenig hilfreichen Kommentare von Heilpraktikern an. Sie stellen nicht nur Methoden in Frage, sondern belächeln allein aufgrund der Bezeichnung einer Methode den Anbieter (da Ihnen ja scheinbar der Begriff „Behandler“ nicht passt). Schließlich nutzen Sie das Wort Scharlatan. Ich empfehle die Recherche der Definition dieses Terminus.

      Sie urteilen Methoden pauschal ab aufgrund ihrer durch Ihre Vorstellungen davon implizierten Bewertungen und versuchen, sie lächerlich zu machen. Ich unterstelle: Ohne sich jemals inhaltlich damit auseinandergesetzt zu haben, geschweige denn mit einem Anbieter.

      Sie zitieren „sinngemäß“ und müssen „ausgerechnet einen Reinkarnationstherapeuten“ als Beispiel anführen, ohne auf die differenziertere Stellungnahme (https://www.facebook.com/ihre.sz/posts/1493149047443136?comment_id=1493176467440394 ) einzugehen, soweit das im Rahmen von Facebook-Posts überhaupt möglich ist.

      Sie unterschlagen meine Befürwortung einer Reformation der Zulassung zum Heilpraktiker.

      Sie unterstellen mir, ich spräche über „geldgeile Ärzteverbände“, was ist definitiv nicht der Fall ist.

      Herr Pietsch, ich lade Sie herzlich dazu ein, mit mir persönlich Kontakt aufzunehmen. Nur mal so am Rande: Ich habe seit über 20 Jahren mit Patienten zu tun, als Masseur, als Arzthelfer, als Heilpraktiker für Psychotherapie. Mein Schwerpunkt liegt auf Menschen mit geistig-seelischen-psychischen Themen. Ich arbeite sehr gern und sehr gut mit der „Schulmedizin“ zusammen. Sie können also davon ausgehen, dass ich keine einseitige Weltanschauung habe, sondern den Menschen aufgeklärt, transparent, empathisch, pragmatisch und zugewandt begegne. Das wird mir sicher auch mit Ihnen gelingen. 😉 Ich würde mich über einen Austausch freuen.

      Ach, und noch was: In meiner Praxis ist die Reinkarnationstherapie am ehesten etwas für Menschen, die nicht daran glauben, dass es Wiedergeburt gibt. Sie ist ein großartiges Hilfsmittel, um aktuell Unbewusstes bewusst werden zu lassen und damit im Heute einen Leidensdruck zu lindern. Dass es Reinkarnationstherapeuten gibt, die eine Lösung heutiger Probleme in früheren Leben versprechen, ist aus meiner Sicht wenig hilfreich und schadet dem Ansehen. Falls Sie sich wirklich informieren wollen, schauen Sie doch mal bei den Grundlagen dazu unter https://de.wikipedia.org/wiki/Katathym_Imaginative_Psychotherapie und hier unter „Anerkennung in Deutschland und Österreich“.

      Michael Baar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.